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Kunstvolle Architektur: Die spektakulärsten Museen der Welt

Hamburg, 28. Mai 2013 - Die altehrwürdige Institution des Museums wird zunehmend abgelöst: Statt verstaubter Ausstellungsräume erwarten den Besucher immer häufiger gigantische Event- und Erlebnisstätten. Meist von Stararchitekten entworfen, zählen viele Museen mittlerweile zu den beeindruckendsten Bauwerken unserer Zeit. Als Gesamtkunstwerke faszinieren sie nicht allein durch die ausgestellten Kostbarkeiten, sondern auch durch die atemberaubende Symbiose von Exponaten und Architektur.

Eine Auswahl der spektakulärsten Museen der Welt wurde jetzt von einer Jury aus Gebäudespezialisten von Emporis, dem internationalen Anbieter von Gebäudeinformationen, zusammengestellt. Dazu gehören die unterschiedlichsten Museumsbauten aus der ganzen Welt – vom 1959 eröffneten Solomon R. Guggenheim Museum in New York bis hin zum Museum für Islamische Kunst in Doha, Katar.

Prominentestes Beispiel ist das von Stararchitekt Frank O. Gehry entworfene Guggenheim Bilbao, das wie kein zweites für das neue Verständnis von Museumsarchitektur steht. Die silbrig glänzende Monumentalskulptur war hauptverantwortlich für die unter dem Namen „Bilbao-Effekt“ bekannt gewordene Verwandlung der kleinen Industriestadt Bilbao in eine internationale Kunstmetropole. Der Bau prägt bis heute die Architektur zahlreicher Museen des 21. Jahrhunderts.

Gerade der Entwurf eines Museums erlaubt Architekten das Spiel mit unterschiedlichsten architektonischen Formen und Baustilen, so auch im Falle von Daniel Libeskinds dekonstruktivistisch anmutenden Werken wie dem Jüdischen Museum in Berlin oder dem Royal Ontario Museum in Toronto. Seine asymmetrischen Bauten aus schillerndem Stahl und Glas mit schrägen Böden und Wänden ohne 90-Grad-Winkel erregen Aufsehen. Dass allein die leere architektonische Hülle als Publikumsattraktion fungiert, belegen die 350.000 Besucher, die bereits vor der Eröffnung des Jüdischen Museums das Haus bestaunten.

Doch die bauliche Extravaganz hat ihren Preis, nicht selten liegen die Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Dennoch wird auch in Zukunft die Welle an einzigartigen Museumsbauten nicht abebben. So arbeitet man in Lyon an der für 2014 geplanten Fertigstellung eines gewaltigen Stadtprojektes, dem Musée des Confluences, entworfen vom Büro Coop Himmelb(l)au. Der 190 Meter lange Baukörper, eine Mischung aus einem gigantischen Kristall und einer Wolke, schwebt acht Meter über dem Boden und wird ein Museum für Wissenschaft und Gesellschaft beherbergen.