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Der Wolkenkratzer des Jahres: China gewinnt zum ersten Mal den Emporis Skyscraper Award

Hamburg, 29. Sep 2015 - Der Gewinner des weltweit renommiertesten Architekturpreises für Wolkenkratzer, dem Emporis Skyscraper Award, steht fest: Das Gebäudeensemble Wangjing SOHO in Peking wurde von einem internationalen Expertengremium aus über 300 Wolkenkratzern ausgewählt, die über eine Höhe von mindestens 100 Meter verfügen und im vorigen Kalenderjahr fertig gestellt wurden. Emporis (www.emporis.de), der internationale Anbieter von Gebäudeinformationen, vergibt den Award in diesem Jahr bereits zum fünfzehnten Mal.

Gewinner Wangjing SOHO, bestehend aus drei eindrucksvollen Wolkenkratzern mit einer Höhe von jeweils 118m, 127m und 200m, überzeugte die Jury insbesondere durch seine herausragende Energieeffizienz sowie das markante Design, das dem Komplex eine natürliche und organische Dynamik verleiht. Die weichen und fließenden Formen machen das von Zaha Hadid Architects entworfene Großprojekt zu einem Glanzstück der Pekinger Skyline.

Das zweitplatzierte Projekt Bosco Verticale („Vertikaler Wald“) hingegen besticht durch seine einzigartige „Grüne“ Architektur, die einen Meilenstein im Bereich Nachhaltiges Bauen darstellt. Die Fassade und Balkons der zwei von Boeri Studio entworfenen Türme sind mit über 700 Bäumen und 90 verschiedenen Pflanzenarten bewachsen. Diese verringern die Belastungen durch Smog und Lärm, während sie gleichzeitig Sauerstoff produzieren und die Temperatur im Inneren der 105m und 78m hohen Türme regulieren.

Auf den dritten Platz wählte die Jury Tour D2 in Courbevoie. Seine elegante Form wird vor allem durch das externe Stahltragwerk definiert, das den ovalen 171m Turm in voller Höhe umspannt: Das extravagante Rautendesign verleiht dem Wolkenkratzer sein charakteristisches Aussehen und lässt die Fassade im Sonnenlicht glitzern wie einen Diamanten. Auf dem Dach schließt sich das Stahlnetz über dem so genannten „Cloud Garden“ („Wolken Garten“), einer 500m2 großen grünen Oase mitten im Herzen des Business Centers, zu einer imposanten Kuppel zusammen.

Obwohl schon oft in der Top Ten vertreten, belegt China mit Wangjing SOHO nun zum ersten Mal, seit der Entstehung des Emporis Skyscraper Awards im Jahr 2000, den begehrten ersten Platz. Überraschend ist, dass sich in diesem Jahr kein einziges kanadisches Gebäude unter den Siegern findet – entstehen doch insbesondere in Toronto so viele neue Hochhäuser und Wolkenkratzer wie in kaum einer anderen westlichen Stadt. Nichtsdestotrotz besteht für Nordamerika Grund zur Freude: Nachdem die USA als Wiege der Hochhausarchitektur zwei Jahre in Folge leer ausgingen, haben es nun gleich zwei Projekte aus New York in die Top Ten des begehrten Architekturpreises geschafft.

Höhenrekorde spielen für die Auswahl der Sieger im Übrigen kaum eine Rolle. So finden sich auch in diesem Jahr nur drei „Supertalls“ (Wolkenkratzer mit einer Höhe von über 300m) unter den Top Ten. Anstatt dem Prinzip „Größer, Höher, Weiter“ zu folgen, legt die Jury vielmehr Wert auf andere Qualitäten: „Die Ergebnisse der letzten Jahren zeigen deutlich, dass Kriterien wie Nachhaltigkeit, Effizienz und ein kluges Design eine wesentlich wichtigere Rolle spielen als die Errichtung immer neuer Superlative“, so Daniel Schuldt, Geschäftsführer der Emporis GmbH.