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Der Wolkenkratzer des Jahres: Der prestigeträchtige Emporis Skyscraper Award geht an das Lakhta Center in St. Petersburg

Hamburg, 10. Nov. 2020 - Das Lakhta Center beeindruckte die Jury insbesondere durch seine ungewöhnliche Form. Die äußere Struktur des Gebäudes besteht aus fünf Flügeln, die sich um fast 90 Grad drehen. Diese Drehung erzeugt einen dynamischen Eindruck und verleiht dem Gebäude die Form einer lodernden Flamme. Angelehnt an das Logo von Gazprom, dem Erdgasproduzenten, dem der Turm als neuer Hauptsitz dient. Der Wolkenkratzer konnte bei der Jury zudem aufgrund seines Einsatzes umweltfreundlicher und energieeffizienter Technologien punkten. Als nördlichster Wolkenkratzer der Supertall-Kategorie der Welt ist das Gebäude extremen Temperaturen ausgesetzt. Eine Doppelwandfassade verhindert unnötigen Wärmeverlust und macht es außerordentlich energieeffizient. Zudem geht dank des innovativen Einsatzes von Infrarotstrahlern überschüssige Wärme nicht verloren, sondern wird in das System zurückgeführt.

Der zweite Platz geht an das Leeza SOHO in Peking. Das einzigartige Bürogebäude mit seiner runden Form und der in sich verdrehten Struktur war eines der letzten Projekte der Stararchitektin Zaha Hadid vor ihrem Tod im Jahr 2016. Besonders überwältigt war die Jury vom Atrium des Turms, welches das gesamte Gebäude von oben bis unten durchzieht und es elegant in zwei Hälften teilt. Mit einer Höhe von 194 Metern ist es zugleich das höchste Atrium der Welt. Die durchgehende Verglasung des Atriums sorgt zudem für eine beeindruckende Lichtdurchflutung und ermöglicht einen außergewöhnlichen Blick in das Gebäude sowie nach außen auf die belebten Straßen Pekings.

Das drittplatzierte 35 Hudson Yards steht in den Wolkenkratzer-Hochburg New York. Der Wolkenkratzer ist Teil des großen Hudson-Yard-Bauprojekts, das zum Ziel hat, die Westseite von Manhattan neu zu gestalten. 35 Hudson Yards ist das höchste Wohngebäude des Hudson-Yards-Projekts und umfasst 143 Wohnungen und ein Luxushotel, das sich über 11 Stockwerke erstreckt. Das 72-stöckige Gebäude fiel der Jury vor allem durch die Verwendung und den Mix spezieller Baumaterialien auf. Die Fassade besteht aus bayerischem Kalkstein und Glas, was zu seinem einzigartigen Erscheinungsbild mit mehreren Rücksetzern über die gesamte Höhe von 308 Metern beiträgt.

Die diesjährigen Ergebnisse beim Emporis Skyscraper Award zeigen erneut, dass Europa durchaus in der Lage ist, mit der Konkurrenz aus Asien und Nordamerika mitzuhalten. Nachdem bereits im Vorjahr europäische Gebäude den 2. und 3. Platz belegten, konnte in diesem Jahr nun endlich wieder ein Wolkenkratzer aus Europa die begehrte Auszeichnung gewinnen, zum ersten Mal seit 2013.